Donnerstag, 3. Mai 2012

Aktuelle Umfrage: Ab welchem Alter erlauben Eltern ihrem Kind ein Handy?

Foto: Viktor Mildenberger  / pixelio.de
Was soll man sagen, wenn die Kinder jammern, dass sie ein Handy wollen, denn die Schulkameraden haben angeblich auch eines. Kann das stimmen? Braucht man in der Grundschule wirklich schon ein Mobiltelefon? Hatten wir das damals? Nein! Und haben wir trotzdem überlebt? Ja!
Passend dazu kam heute eine Pressemeldung auf meinen Schreibtisch.

Bonn (ots) - Rund 80 Prozent der Deutschen würden ihrem Kind erst ab einem Alter von über 10 Jahren ein Handy mitgeben. Dies ergab jetzt eine Umfrage des unabhängigen Verbraucherportals handytarife.de. Immerhin gut 4 Prozent sehen ein Mobiltelefon auch für Drei- bis Fünfjährige schon als sinnvoll an.
Insgesamt wurden mehr als 3.000 Menschen auf der Internetseite www.handytarife.de befragt. Nachfolgend die Ergebnisse auf einen Blick:
"Ab welchem Alter erlauben Sie Ihrem Kind ein Handy?"
3-5 Jahre: 4,14 % 
6-7 Jahre: 4,48 % 
8-9 Jahre: 12,48 % 
10-12 Jahre: 41,52 % 
Über 13 Jahre: 37,38 % 
Telefon und Handytarif bewusst auswählen
"Unabhängig davon, ab welchem Alter Eltern ihren Kindern das erste Handy mitgeben, sollten sie darauf achten, was für ein Mobiltelefon sie aussuchen" empfiehlt Henrik Wolter von handytarife.de. Er rät Einsteigern dazu, eher zu einem schlichten Modell zu greifen, statt direkt mit dem neuesten iPhone auf dem Schulhof aufzulaufen.
Auch zum Handytarif sollten sich die Eltern vorab Gedanken machen. "Es gibt zwar verschiedene Tarife speziell für Kinder, diese lohnen sich jedoch nur, wenn Eltern Wert darauf legen, beispielsweise teure Sonderrufnummern für Klingelton-Abos oder Premium-SMS sperren zu lassen", erklärt Wolter. Ansonsten könnten Erziehungsberechtigte getrost auch zu günstigen Discount-Handytarifen greifen, so der Experte.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Zoff um die E-Zigarette

Die E-Zigarette - Bild: Wikipedia Sigismund von Dobschütz
Rauchen ist gesundheitsschädlich, nicht nur aktives, nein auch passives Rauchen kann Krebs auslösen. Aus gutem Grund sind darum die Zigaretten aus weiten Teilen der Gesellschaft verbannt. Doch nun gibt es die E-Zigarette und anfangs dachten viele, dass damit Genuss ohne Gesundheitsschädigung zu realisieren sei.
Inzwischen haben Tests gezeigt, dass der Dampf Reizgas und tabakspezifische krebserregende Stoffe enthält. Das kann eine Gefahr für Raucher und Umstehende sein. Zudem kann der Rauch allergische Reaktionen auslösen.
Solange die Gefahren der E-Zigarette nicht richtig erforscht sind, sollte man sie, wie auch die richtige Zigarette, an vielen Orten verbieten. Das wollen einige Kommunen auch tun. NRW hat das Liquid mit dem die Zigarette betrieben wird kurzerhand als Arzneimittel eingestuft und es unterliegt somit dem Arzneimittelgesetz. Dagegen will sich jetzt aber der Verband des eZigarettenhandels e.V. wehren. Heute verbreitete er verbreitete folgende Pressemeldung:

EZigarettenverbote kommen die Kommunen teuer zu stehen

Seevetal (ots) - Der Verband des eZigarettenhandels hat Schadensersatzforderungen der Händler in Millionenhöhe angekündigt. Von den Forderungen sind alle staatlichen Stellen betroffen, die den freien Handel mit der eZigarette behindern. Für Verbote des Produkts gibt es aus Sicht von Rechtsexperten keine gesetzliche Grundlage. Auf die ausführenden Kommunen könnten somit erhebliche Kosten zukommen.

Seit Dezember 2011 steht die eZigarette in Deutschland unter Beschuss, während die Vereinigten Staaten den freien Handel geregelt haben und die englische Regierung Rauchern von Tabakzigaretten den Genuss der deutlich weniger schädlichen Alternative sogar empfiehlt. "Es ist in keiner Weise nachzuvollziehen, warum in Deutschland Arbeitsplätze grundlos vernichtet werden, während andernorts die neue Branche völlig zurecht blüht", sagt Dac Sprengel, der Vorsitzende des Verbands des eZigarettenhandels.

Der Erlass des Gesundheitsministeriums Nordrhein-Westfalen, wonach die elektrische Zigarette und die Aromaliquids unter das Arzneimittelgesetz fielen und der freie Handel verboten werden müsse, hat zur Verunsicherung des Marktes beigetragen. Zahlreiche Händler klagen seitdem über massive Umsatzeinbrüche, Betreiber von eZigarettenshops fürchten sogar um ihre Existenz.



Die Argumentation, dass das Produkt andernorts ja auch erlaubt ist, greift allerdings etwas kurz. Was in den USA erlaubt ist, muss nicht immer gut sein. Auch in Österreich wird das Liquid der Zigarette vom Bundesamt für Sicherheit und Gesundheitswesen als Arzneimittel eingestuft und dies schon seit 2007.

Hoffen wir also, dass bald europaweit dieser Argumentation gefolgt wird. Oder würden Sie ihrem Kind eine E-Zigarette anbieten, weil sie ja ach so unschädlich ist?

Freitag, 20. Januar 2012

Ist das Ende der SMS gekommen?

So, jetzt wissen wir es. Das Smartphone ist der Totengräber für die SMS. Aber etwas Zeit hat die SMS schon noch. Die Umsätze purzeln allerdings zum Teil schon. Das meldete Capital jetzt.

Smartphone-Boom lässt SMS-Umsätze von Netzbetreibern einbrechen

Hamburg (ots) - Trotz Rekordnutzung verdienen Anbieter immer weniger mit SMS-Versand / Monatlicher SMS-Umsatz pro Anschluss um rund 60 Prozent gesunken / Experten rechnen mit schleichendem Ende der Handy-Kurzmitteilung
Trotz Rekordzahlen beim weltweiten Versand von Handy-Kurznachrichten per SMS sinken die Umsätze der Netzbetreiber in vielen Ländern dramatisch. Wie das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 02/2012) berichtet, wurden zwar in Deutschland nach Schätzungen des Branchenverbands Bitkom 2011 mit rund 46 Milliarden Handy-Kurznachrichten elf Prozent mehr SMS verschickt als noch im Jahr zuvor. Im Gegensatz dazu sinken aber laut dem kürzlich vorgestellten "International Communications Market Report" der britischen Regulierungsbehörde Ofcom die damit verbundenen Umsätze deutlich: Während Mobilfunk-Anbieter in Deutschland 2005 pro Mobilfunkanschluss monatlich im Durchschnitt noch 5,15 Euro umgesetzt haben, ist dieser Wert bis 2010 auf 1,90 Euro gefallen - also um rund 60 Prozent. Auch in Spanien, den Niederlanden, Italien und Großbritannien sanken laut dem Ofcom-Bericht die SMS-Umsätze je Anschluss.
Hauptursache für diese Entwicklung ist die wachsende Verbreitung von Smartphones. So können Nutzer bei immer mehr Modellen Software-Angebote wie "WhatsApp" installieren und damit via Datenfunkverbindung Kurzmitteilungen oder Fotos zu einem Bruchteil der sonst anfallenden SMS-Kosten versenden. Experten rechnen damit, dass die immer günstigeren Smartphone-Preise zum schleichenden Ende der SMS führen werden.

Montag, 16. Januar 2012

Überholverbot bei Bussen mit Warnblinkern?

Heute kam folgende Pressemeldung auf meinen Schreibtisch:


Schulbus: Bei Warnblinkern besteht Überholverbot
TÜV Rheinland: Bei Vorbeifahrt an Haltestellen besonders wachsam sein
Kinder mit reflektierender Kleidung schützen

Köln (ots) - Gerade in der dunklen Jahreszeit ist der Schulweg für viele Kinder und Jugendlichen mit Gefahren verbunden. Allein 2010 geschahen in Deutschland über 120.000 Schulwegunfälle. Einer der Brennpunkte sind Bushaltestellen. "Autofahrer müssen an Bushaltestellen mit dem Zusatzzeichen Schulbus besonders wachsam sein", sagt TÜV Rheinland-Sicherheitsexperte Hans-Ulrich Sander. Oft sind Kinder nicht ausreichend sichtbar gekleidet und sich der Gefahren an der Bordsteinkante nicht bewusst. "Aus Unachtsamkeit und Tollerei vor Schulbeginn kann für Kinder schnell eine große Gefahr werden, wenn Autofahrer nicht mitdenken und vor allem vorausschauend fahren", erklärt Hans-Ulrich Sander. Das bedeutet: in der Nähe von Schulen und Haltestellen generell den Fuß vom Gas nehmen und jederzeit bremsbereit sein.
Noch immer herrscht bei manchen Autofahrern Verwirrung darüber, wann ein stehender Bus überholt werden darf und wann nicht. Die Regel: Fährt ein Schulbus mit eingeschalteter Warnblinkanlage eine Haltestelle an, gilt für die Fahrzeuge dahinter absolutes Überholverbot - auch dann, wenn mehrere Fahrspuren vorhanden sind. Steht der Bus allerdings mit Warnblinker in der Haltestelle, darf mit Schritttempo (höchstens 6 km/h) und ausreichend Sicherheitsabstand vorbeigefahren werden. Auch der Gegenverkehr muss sich daran halten, es sei denn, er ist durch einen Mittelstreifen oder Leitplanken abgetrennt. Der Grund: Autofahrer müssen immer mit Kindern rechnen, die, ohne auf den Verkehr zu achten, vor oder hinter dem Bus über die Straße laufen. "Beide Regeln, an die sich auch Motorrad-, Mofa- und Radfahrer zu halten haben, gelten auch für normale Linienbusse", betont der TÜV Rheinland-Fachmann. Bei Verstößen drohen jeweils Bußgelder ab 40 Euro.
 So weit so gut. Nur, wer hält sich daran? Jeden Morgen, wenn ich die Kinder in die Schule bringe, zeigen die Eltern der Grundschule deutlich, dass ihnen diese Regelung entweder unbekannt ist oder es ihnen einfach egal ist. Nicht nur das mit 50 km/h an Bussen vorbeigefahren wird, vor der Schule wir beim Aussteigen der Kinder aus dem Auto auch gerne mal in zweiter Reihe angehalten, sodass der Bus erst gar nicht seine Haltestelle anfahren kann. So gut diese Regel ist, sie nützt nichts, wenn sich keiner daran hält. 

Samstag, 14. Januar 2012

Ich bin ein Fernsehzuschauer, holt mich vor der Glotze weg!!!

Seit gestern hat der Wahnsinn wieder einen Namen.
Dschungelcamp!!!
RTL startet nach den Erfolgen der vergangenen Staffel einen weiteren Angriff auf den TV-Geschmack der Zuschauer und wird auch im sechsten Anlauf  von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" damit wieder erfolgreich sein.
Nun fragt man sich natürlich, wer so etwas braucht, wer das sehen will und warum? Sehen wollten es gestern immerhin 6,88 Millionen. Und warum??? Nun, vielleicht, weil wir auf diese Art erkennen, dass es auch Stars (und manche unter den aktuellen Bewohnern waren ja wirklich Stars und nicht nur Casting-Show-Möchtegern-Promis) gibt, die nach ihrem Höhenflug wieder auf dem Boden der dir und mir bekannten Realität gelandet sind. Das befriedigt und lässt den Neid, den man einst auf diesen Promi hatte, verblassen. Dann kommt die Schadenfreude, dass einer, der sich einst für etwas Besseres hielt, nun ekelhafte Dinge tun muss, damit ich mich amüsieren kann.
Doch leider tut das Dschungelcamp noch mehr. Es zerstört Träume und Helden der Vergangenheit. Wie kann ich mir mit meinen Kindern den Film Momo mit Radost Bokel anschauen, wenn ich weiß, dass aus dem kleinen Mädchen in der Michael Ende Verfilmung ein Drittklassepromi im Dschunkelcamp geworden ist. Das zerstört die Illusion einer heilen Welt.  


Mittwoch, 11. Januar 2012

Geht euer Rechner am 8. März offline?

Eine merkwürdige Meldung wurde heute auf diversen Newsseiten (Spiegel, Zeit usw.) veröffentlicht. Demnach betreibt die US-Bundespolizei FBI betreibt zurzeit diverse Server, über die Kriminelle vorher den Datenverkehr zahlreicher Rechner umgeleitet hatten. Im November hatte das FBI in New York über 100 Server sichergestellt, über die Kriminelle infizierte Rechner manipuliert hatten. Die Schadsoftware DNS-Changer leitete alle Anfragen über die kriminellen Server um.
Hätten die FBI-Ermittler diese Server einfach abgeschaltet, wären die betroffenen Rechner aber sofort vom Internet abgeschnitten gewesen. Um dies zu vermeiden betrieb das FBI diese Server zunächst weiter. Am 8. März soll aber nun doch Schluss damit sein. Auch zahlreiche Rechner auf Deutschland sind nach FBI-Angaben betroffen. Ob der eigene Rechner dazu gehört, kann man unter http://www.dns-ok.de erfahren.
Für meinen Rechner lautete die Meldung:

Ihre DNS Konfiguration ist korrekt
Ihr System ist nicht vom Trojaner "DNSChanger" betroffen. An der Netzwerkkonfiguration Ihres Systems konnte keine Manipulation der DNS-(Domain Name System) Einstellungen festgestellt werden.

Also gibt es auch nach dem 8. März noch Meldungen auf Traumladenwelt.

Dienstag, 10. Januar 2012

Bad Nenndorfer Ärgernisse Teil 1

Heute wurde schon genug über das Thema Wulff gesagt. Kommen wir darum zu einem anderen Thema, das zwar weniger bundesweite Bedeutung hat, das ich aber dennoch hier mal erwähnen muss.

Bad Nenndorf ist über die Stadtgrenzen hinaus als Kurort bekannt. Leider auch als Aufmarschort für Nazis, was weniger an der braunen Brut liegt, als vielmehr an den Gegendemonstranten, die erst durch ihre (Gegen)-Aktionen den  Braunen ein willkommenes Forum bieten. Doch das soll heute nicht das Thema sein, denn...

Bad Nenndorf ist auch bekannt durch die rücksichtslosesten Autofahrer, die am wenigsten beleuchteten Radfahrer und die Fußgänger mit den höchsten Selbstmordtendenzen im ganzen Land. Wie das?
Nach über 10 Jahren in dieser Stadt kann ich sagen, dass Zebrastreifen für Nenndorfer Autofahrer in vielen Fällen ein Symbol sind, um noch mal richtig Gas zu geben. Besonders vor Schulen, insbesondere vor Grundschulen und Kindergärten. Sogar vor Radfahrern ist man auf dem Zebrastreifen nicht sicher. Nur meiner Aufmerksamkeit habe ich es zu verdanken, dass ich in dieser Woche nicht von zwei Autos und einem unbeleuchteten Fahrrad mitten auf einem Zebrastreifen gerammt worden wäre.
Fast immer, wenn ich mit dem eigenen Auto an einen solchen Zebrastreifen komme, geht direkt vor mir ein Schüler über diesen Überweg, ohne links und rechts zu schauen, im festen Vertrauen darauf dass... na, hier kann sich jeder seine eigene Meinung bilden.