Freitag, 6. Januar 2012

Hoffentlich zum letzten Mal das Thema Wulff

Wer derzeit einen Blick in die deutsche Presselandschaft wirft, der findet vor allem drei Themen. Spitzenreiter im Presseranking ist immer noch, dank einer sehr unglücklichen Krisen-PR, der noch Bundespräsident. Mit gehörigem Abstand folgt dann der Orkan Andrea. Dicht auf ist der Niedergang der FDP, der nun im Bruch der Jamaika-Koalition einen weiteren Höhe... ähhh Tiefpunkt findet.
Wenden wir uns heute also noch mal dem Thema Wulff zu.
Erste Stimmen finden sich, die für den Präsidenten noch eine Chance fordern. Immer öfter wird davon gesprochen, dass Wulff von der Bildzeitung fertig gemacht werden soll. Somit hat das Interview des Präsidenten mit ARD und ZDF, in dem er offenbar genau diesen Eindruck vermitteln wollte, durchaus Erfolg gehabt. Doch hier geht es nicht darum, dass die Presse, allen voran die Bildzeitung, einen Präsidenten fertig machen will. Es geht darum, dass die Presse die Unwahrheiten in seinen Aussagen aufdeckt und genau dies ist die Aufgabe der Presse. Sie soll die Politik kontrollieren und auf Missstände aufmerksam machen. Damit das gelingen kann, gibt es im Grundgesetz den Artikel 5. Jeder Versuch, einen Berichterstattung mit Drohungen zu verhindern, ist also ein Angriff auf unser Grundgesetz.
Über nichts anderes wird der Bundespräsident stolpern. Kaum einen kümmern heute noch seine Kreditkonditionen und woher er das Geld nun wirklich erhalten hat. Durch sein Schweigen an falscher Stelle setzt er sich dem Verdacht aus, er habe versucht, an einem Grundpfeiler unser Demokratie zu rütteln, indem er einen Pressebericht mit Drohungen verhindern wollte.
Das ist eines Präsidenten unwürdig.

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