Samstag, 14. Januar 2012

Ich bin ein Fernsehzuschauer, holt mich vor der Glotze weg!!!

Seit gestern hat der Wahnsinn wieder einen Namen.
Dschungelcamp!!!
RTL startet nach den Erfolgen der vergangenen Staffel einen weiteren Angriff auf den TV-Geschmack der Zuschauer und wird auch im sechsten Anlauf  von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" damit wieder erfolgreich sein.
Nun fragt man sich natürlich, wer so etwas braucht, wer das sehen will und warum? Sehen wollten es gestern immerhin 6,88 Millionen. Und warum??? Nun, vielleicht, weil wir auf diese Art erkennen, dass es auch Stars (und manche unter den aktuellen Bewohnern waren ja wirklich Stars und nicht nur Casting-Show-Möchtegern-Promis) gibt, die nach ihrem Höhenflug wieder auf dem Boden der dir und mir bekannten Realität gelandet sind. Das befriedigt und lässt den Neid, den man einst auf diesen Promi hatte, verblassen. Dann kommt die Schadenfreude, dass einer, der sich einst für etwas Besseres hielt, nun ekelhafte Dinge tun muss, damit ich mich amüsieren kann.
Doch leider tut das Dschungelcamp noch mehr. Es zerstört Träume und Helden der Vergangenheit. Wie kann ich mir mit meinen Kindern den Film Momo mit Radost Bokel anschauen, wenn ich weiß, dass aus dem kleinen Mädchen in der Michael Ende Verfilmung ein Drittklassepromi im Dschunkelcamp geworden ist. Das zerstört die Illusion einer heilen Welt.  


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