Freitag, 20. Januar 2012

Ist das Ende der SMS gekommen?

So, jetzt wissen wir es. Das Smartphone ist der Totengräber für die SMS. Aber etwas Zeit hat die SMS schon noch. Die Umsätze purzeln allerdings zum Teil schon. Das meldete Capital jetzt.

Smartphone-Boom lässt SMS-Umsätze von Netzbetreibern einbrechen

Hamburg (ots) - Trotz Rekordnutzung verdienen Anbieter immer weniger mit SMS-Versand / Monatlicher SMS-Umsatz pro Anschluss um rund 60 Prozent gesunken / Experten rechnen mit schleichendem Ende der Handy-Kurzmitteilung
Trotz Rekordzahlen beim weltweiten Versand von Handy-Kurznachrichten per SMS sinken die Umsätze der Netzbetreiber in vielen Ländern dramatisch. Wie das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 02/2012) berichtet, wurden zwar in Deutschland nach Schätzungen des Branchenverbands Bitkom 2011 mit rund 46 Milliarden Handy-Kurznachrichten elf Prozent mehr SMS verschickt als noch im Jahr zuvor. Im Gegensatz dazu sinken aber laut dem kürzlich vorgestellten "International Communications Market Report" der britischen Regulierungsbehörde Ofcom die damit verbundenen Umsätze deutlich: Während Mobilfunk-Anbieter in Deutschland 2005 pro Mobilfunkanschluss monatlich im Durchschnitt noch 5,15 Euro umgesetzt haben, ist dieser Wert bis 2010 auf 1,90 Euro gefallen - also um rund 60 Prozent. Auch in Spanien, den Niederlanden, Italien und Großbritannien sanken laut dem Ofcom-Bericht die SMS-Umsätze je Anschluss.
Hauptursache für diese Entwicklung ist die wachsende Verbreitung von Smartphones. So können Nutzer bei immer mehr Modellen Software-Angebote wie "WhatsApp" installieren und damit via Datenfunkverbindung Kurzmitteilungen oder Fotos zu einem Bruchteil der sonst anfallenden SMS-Kosten versenden. Experten rechnen damit, dass die immer günstigeren Smartphone-Preise zum schleichenden Ende der SMS führen werden.

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