Donnerstag, 26. Januar 2012

Zoff um die E-Zigarette

Die E-Zigarette - Bild: Wikipedia Sigismund von Dobschütz
Rauchen ist gesundheitsschädlich, nicht nur aktives, nein auch passives Rauchen kann Krebs auslösen. Aus gutem Grund sind darum die Zigaretten aus weiten Teilen der Gesellschaft verbannt. Doch nun gibt es die E-Zigarette und anfangs dachten viele, dass damit Genuss ohne Gesundheitsschädigung zu realisieren sei.
Inzwischen haben Tests gezeigt, dass der Dampf Reizgas und tabakspezifische krebserregende Stoffe enthält. Das kann eine Gefahr für Raucher und Umstehende sein. Zudem kann der Rauch allergische Reaktionen auslösen.
Solange die Gefahren der E-Zigarette nicht richtig erforscht sind, sollte man sie, wie auch die richtige Zigarette, an vielen Orten verbieten. Das wollen einige Kommunen auch tun. NRW hat das Liquid mit dem die Zigarette betrieben wird kurzerhand als Arzneimittel eingestuft und es unterliegt somit dem Arzneimittelgesetz. Dagegen will sich jetzt aber der Verband des eZigarettenhandels e.V. wehren. Heute verbreitete er verbreitete folgende Pressemeldung:

EZigarettenverbote kommen die Kommunen teuer zu stehen

Seevetal (ots) - Der Verband des eZigarettenhandels hat Schadensersatzforderungen der Händler in Millionenhöhe angekündigt. Von den Forderungen sind alle staatlichen Stellen betroffen, die den freien Handel mit der eZigarette behindern. Für Verbote des Produkts gibt es aus Sicht von Rechtsexperten keine gesetzliche Grundlage. Auf die ausführenden Kommunen könnten somit erhebliche Kosten zukommen.

Seit Dezember 2011 steht die eZigarette in Deutschland unter Beschuss, während die Vereinigten Staaten den freien Handel geregelt haben und die englische Regierung Rauchern von Tabakzigaretten den Genuss der deutlich weniger schädlichen Alternative sogar empfiehlt. "Es ist in keiner Weise nachzuvollziehen, warum in Deutschland Arbeitsplätze grundlos vernichtet werden, während andernorts die neue Branche völlig zurecht blüht", sagt Dac Sprengel, der Vorsitzende des Verbands des eZigarettenhandels.

Der Erlass des Gesundheitsministeriums Nordrhein-Westfalen, wonach die elektrische Zigarette und die Aromaliquids unter das Arzneimittelgesetz fielen und der freie Handel verboten werden müsse, hat zur Verunsicherung des Marktes beigetragen. Zahlreiche Händler klagen seitdem über massive Umsatzeinbrüche, Betreiber von eZigarettenshops fürchten sogar um ihre Existenz.



Die Argumentation, dass das Produkt andernorts ja auch erlaubt ist, greift allerdings etwas kurz. Was in den USA erlaubt ist, muss nicht immer gut sein. Auch in Österreich wird das Liquid der Zigarette vom Bundesamt für Sicherheit und Gesundheitswesen als Arzneimittel eingestuft und dies schon seit 2007.

Hoffen wir also, dass bald europaweit dieser Argumentation gefolgt wird. Oder würden Sie ihrem Kind eine E-Zigarette anbieten, weil sie ja ach so unschädlich ist?

Freitag, 20. Januar 2012

Ist das Ende der SMS gekommen?

So, jetzt wissen wir es. Das Smartphone ist der Totengräber für die SMS. Aber etwas Zeit hat die SMS schon noch. Die Umsätze purzeln allerdings zum Teil schon. Das meldete Capital jetzt.

Smartphone-Boom lässt SMS-Umsätze von Netzbetreibern einbrechen

Hamburg (ots) - Trotz Rekordnutzung verdienen Anbieter immer weniger mit SMS-Versand / Monatlicher SMS-Umsatz pro Anschluss um rund 60 Prozent gesunken / Experten rechnen mit schleichendem Ende der Handy-Kurzmitteilung
Trotz Rekordzahlen beim weltweiten Versand von Handy-Kurznachrichten per SMS sinken die Umsätze der Netzbetreiber in vielen Ländern dramatisch. Wie das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 02/2012) berichtet, wurden zwar in Deutschland nach Schätzungen des Branchenverbands Bitkom 2011 mit rund 46 Milliarden Handy-Kurznachrichten elf Prozent mehr SMS verschickt als noch im Jahr zuvor. Im Gegensatz dazu sinken aber laut dem kürzlich vorgestellten "International Communications Market Report" der britischen Regulierungsbehörde Ofcom die damit verbundenen Umsätze deutlich: Während Mobilfunk-Anbieter in Deutschland 2005 pro Mobilfunkanschluss monatlich im Durchschnitt noch 5,15 Euro umgesetzt haben, ist dieser Wert bis 2010 auf 1,90 Euro gefallen - also um rund 60 Prozent. Auch in Spanien, den Niederlanden, Italien und Großbritannien sanken laut dem Ofcom-Bericht die SMS-Umsätze je Anschluss.
Hauptursache für diese Entwicklung ist die wachsende Verbreitung von Smartphones. So können Nutzer bei immer mehr Modellen Software-Angebote wie "WhatsApp" installieren und damit via Datenfunkverbindung Kurzmitteilungen oder Fotos zu einem Bruchteil der sonst anfallenden SMS-Kosten versenden. Experten rechnen damit, dass die immer günstigeren Smartphone-Preise zum schleichenden Ende der SMS führen werden.

Montag, 16. Januar 2012

Überholverbot bei Bussen mit Warnblinkern?

Heute kam folgende Pressemeldung auf meinen Schreibtisch:


Schulbus: Bei Warnblinkern besteht Überholverbot
TÜV Rheinland: Bei Vorbeifahrt an Haltestellen besonders wachsam sein
Kinder mit reflektierender Kleidung schützen

Köln (ots) - Gerade in der dunklen Jahreszeit ist der Schulweg für viele Kinder und Jugendlichen mit Gefahren verbunden. Allein 2010 geschahen in Deutschland über 120.000 Schulwegunfälle. Einer der Brennpunkte sind Bushaltestellen. "Autofahrer müssen an Bushaltestellen mit dem Zusatzzeichen Schulbus besonders wachsam sein", sagt TÜV Rheinland-Sicherheitsexperte Hans-Ulrich Sander. Oft sind Kinder nicht ausreichend sichtbar gekleidet und sich der Gefahren an der Bordsteinkante nicht bewusst. "Aus Unachtsamkeit und Tollerei vor Schulbeginn kann für Kinder schnell eine große Gefahr werden, wenn Autofahrer nicht mitdenken und vor allem vorausschauend fahren", erklärt Hans-Ulrich Sander. Das bedeutet: in der Nähe von Schulen und Haltestellen generell den Fuß vom Gas nehmen und jederzeit bremsbereit sein.
Noch immer herrscht bei manchen Autofahrern Verwirrung darüber, wann ein stehender Bus überholt werden darf und wann nicht. Die Regel: Fährt ein Schulbus mit eingeschalteter Warnblinkanlage eine Haltestelle an, gilt für die Fahrzeuge dahinter absolutes Überholverbot - auch dann, wenn mehrere Fahrspuren vorhanden sind. Steht der Bus allerdings mit Warnblinker in der Haltestelle, darf mit Schritttempo (höchstens 6 km/h) und ausreichend Sicherheitsabstand vorbeigefahren werden. Auch der Gegenverkehr muss sich daran halten, es sei denn, er ist durch einen Mittelstreifen oder Leitplanken abgetrennt. Der Grund: Autofahrer müssen immer mit Kindern rechnen, die, ohne auf den Verkehr zu achten, vor oder hinter dem Bus über die Straße laufen. "Beide Regeln, an die sich auch Motorrad-, Mofa- und Radfahrer zu halten haben, gelten auch für normale Linienbusse", betont der TÜV Rheinland-Fachmann. Bei Verstößen drohen jeweils Bußgelder ab 40 Euro.
 So weit so gut. Nur, wer hält sich daran? Jeden Morgen, wenn ich die Kinder in die Schule bringe, zeigen die Eltern der Grundschule deutlich, dass ihnen diese Regelung entweder unbekannt ist oder es ihnen einfach egal ist. Nicht nur das mit 50 km/h an Bussen vorbeigefahren wird, vor der Schule wir beim Aussteigen der Kinder aus dem Auto auch gerne mal in zweiter Reihe angehalten, sodass der Bus erst gar nicht seine Haltestelle anfahren kann. So gut diese Regel ist, sie nützt nichts, wenn sich keiner daran hält. 

Samstag, 14. Januar 2012

Ich bin ein Fernsehzuschauer, holt mich vor der Glotze weg!!!

Seit gestern hat der Wahnsinn wieder einen Namen.
Dschungelcamp!!!
RTL startet nach den Erfolgen der vergangenen Staffel einen weiteren Angriff auf den TV-Geschmack der Zuschauer und wird auch im sechsten Anlauf  von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" damit wieder erfolgreich sein.
Nun fragt man sich natürlich, wer so etwas braucht, wer das sehen will und warum? Sehen wollten es gestern immerhin 6,88 Millionen. Und warum??? Nun, vielleicht, weil wir auf diese Art erkennen, dass es auch Stars (und manche unter den aktuellen Bewohnern waren ja wirklich Stars und nicht nur Casting-Show-Möchtegern-Promis) gibt, die nach ihrem Höhenflug wieder auf dem Boden der dir und mir bekannten Realität gelandet sind. Das befriedigt und lässt den Neid, den man einst auf diesen Promi hatte, verblassen. Dann kommt die Schadenfreude, dass einer, der sich einst für etwas Besseres hielt, nun ekelhafte Dinge tun muss, damit ich mich amüsieren kann.
Doch leider tut das Dschungelcamp noch mehr. Es zerstört Träume und Helden der Vergangenheit. Wie kann ich mir mit meinen Kindern den Film Momo mit Radost Bokel anschauen, wenn ich weiß, dass aus dem kleinen Mädchen in der Michael Ende Verfilmung ein Drittklassepromi im Dschunkelcamp geworden ist. Das zerstört die Illusion einer heilen Welt.  


Mittwoch, 11. Januar 2012

Geht euer Rechner am 8. März offline?

Eine merkwürdige Meldung wurde heute auf diversen Newsseiten (Spiegel, Zeit usw.) veröffentlicht. Demnach betreibt die US-Bundespolizei FBI betreibt zurzeit diverse Server, über die Kriminelle vorher den Datenverkehr zahlreicher Rechner umgeleitet hatten. Im November hatte das FBI in New York über 100 Server sichergestellt, über die Kriminelle infizierte Rechner manipuliert hatten. Die Schadsoftware DNS-Changer leitete alle Anfragen über die kriminellen Server um.
Hätten die FBI-Ermittler diese Server einfach abgeschaltet, wären die betroffenen Rechner aber sofort vom Internet abgeschnitten gewesen. Um dies zu vermeiden betrieb das FBI diese Server zunächst weiter. Am 8. März soll aber nun doch Schluss damit sein. Auch zahlreiche Rechner auf Deutschland sind nach FBI-Angaben betroffen. Ob der eigene Rechner dazu gehört, kann man unter http://www.dns-ok.de erfahren.
Für meinen Rechner lautete die Meldung:

Ihre DNS Konfiguration ist korrekt
Ihr System ist nicht vom Trojaner "DNSChanger" betroffen. An der Netzwerkkonfiguration Ihres Systems konnte keine Manipulation der DNS-(Domain Name System) Einstellungen festgestellt werden.

Also gibt es auch nach dem 8. März noch Meldungen auf Traumladenwelt.

Dienstag, 10. Januar 2012

Bad Nenndorfer Ärgernisse Teil 1

Heute wurde schon genug über das Thema Wulff gesagt. Kommen wir darum zu einem anderen Thema, das zwar weniger bundesweite Bedeutung hat, das ich aber dennoch hier mal erwähnen muss.

Bad Nenndorf ist über die Stadtgrenzen hinaus als Kurort bekannt. Leider auch als Aufmarschort für Nazis, was weniger an der braunen Brut liegt, als vielmehr an den Gegendemonstranten, die erst durch ihre (Gegen)-Aktionen den  Braunen ein willkommenes Forum bieten. Doch das soll heute nicht das Thema sein, denn...

Bad Nenndorf ist auch bekannt durch die rücksichtslosesten Autofahrer, die am wenigsten beleuchteten Radfahrer und die Fußgänger mit den höchsten Selbstmordtendenzen im ganzen Land. Wie das?
Nach über 10 Jahren in dieser Stadt kann ich sagen, dass Zebrastreifen für Nenndorfer Autofahrer in vielen Fällen ein Symbol sind, um noch mal richtig Gas zu geben. Besonders vor Schulen, insbesondere vor Grundschulen und Kindergärten. Sogar vor Radfahrern ist man auf dem Zebrastreifen nicht sicher. Nur meiner Aufmerksamkeit habe ich es zu verdanken, dass ich in dieser Woche nicht von zwei Autos und einem unbeleuchteten Fahrrad mitten auf einem Zebrastreifen gerammt worden wäre.
Fast immer, wenn ich mit dem eigenen Auto an einen solchen Zebrastreifen komme, geht direkt vor mir ein Schüler über diesen Überweg, ohne links und rechts zu schauen, im festen Vertrauen darauf dass... na, hier kann sich jeder seine eigene Meinung bilden.

ARD-Blitzumfrage für "Hart aber fair" 10.01.2012

Köln (ots) Zustimmung für Wulff schwindet - Deutsche bei der Frage eines Rücktritts gespalten Unter Nachfolge-Kandidaten findet Gauck die meiste Zustimmung

Die anhaltende Diskussion um Bundespräsident Christian Wulff hat ihm in den letzten Tagen Zustimmung gekostet. In einer Blitzumfrage für die ARD-Sendung "Hart aber fair" sprechen sich 46 Prozent der Deutschen dafür aus, dass Christian Wulff weiter im Amt bleiben sollte. Dies sind zehn Punkte weniger im Vergleich zu Donnerstag vergangener Woche. Ebenfalls 46 Prozent sind dafür, dass Wulff vom Amt des Bundespräsidenten zurücktreten sollte (+5 im Vergleich zu Donnerstag). Für den Fall, dass Christian Wulff zurücktreten sollte, ist eine Mehrheit von 58 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel Joachim Gauck als überparteilichen Kandidaten vorschlagen sollte. 31 Prozent sind nicht dieser Ansicht. 41 Prozent finden, Gauck wäre im Vergleich zu Wulff der bessere Bundespräsident. 33 Prozent finden dies nicht. Unter den derzeit ins Spiel gebrachten möglichen Nachfolgern findet Joachim Gauck die meiste Zustimmung. 49 Prozent denken, Gauck wäre ein guter Bundespräsident, 31 Prozent denken dies nicht. 35 Prozent finden, Bundestagspräsident Norbert Lammert wäre ein guter Bundespräsident, 28 Prozent finden dies nicht. Dass der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer ein guter Bundespräsident wäre, denken 32 Prozent der Deutschen. 40 Prozent sind nicht dieser Meinung. Für diese Blitzumfrage im Auftrag der ARD-Sendung "Hart aber fair" hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap am Montag dieser Woche (9.1.2012) 1.000 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.
Befragungsdaten
   -       Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in 
           Deutschland ab 18 Jahren
   -       Fallzahl: 1.000 Befragte
   -       Erhebungszeitraum: 09.01.2012
   -       Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews 
           (CATI)
   -       Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
   -       Fehlertoleranz:       1,4* bis 3,1** Prozentpunkte 
* bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50% 

Quelle: "ARD-Umfrage/Hart aber fair"

Wulff-Schelte: Kaum Unterstützung für den Präsidenten im Social Web

Hamburg (ots) - Der Fall Christian Wulff ist nicht nur in den Massenmedien Dauerthema, sondern entfacht auch im Social Web heiße Diskussionen: Knapp 48.000 Mal war der Bundespräsident seit Bekanntwerden der Kredit-Affäre Gesprächsthema in sozialen Netzwerken, Foren, Blogs oder anderen Social-Media-Kanälen. Die kritischen Beiträge überwiegen dabei deutlich - auf vier wohlwollende Kommentare kommen sechs negative. Das ergibt eine Untersuchung der Beratungsgesellschaft Faktenkontor mit Hilfe des Webmonitoring-Werkzeugs Web-Analyzer.com.
Rücktritt besonders häufig diskutiert 
Nach einzelnen Schlagworten analysiert, beschäftigt der mögliche Rücktritt des Bundespräsidenten die Internetnutzer besonders. In knapp 2.000 Beiträgen diskutieren sie darüber, ob Wulff sein Amt aufgeben sollte oder nicht - die große Mehrheit ist dafür. Der Anruf bei Kai Diekmann bewegt die Webgemeinde ebenfalls nachhaltig. Die Verbal-Attacke auf der Mailbox des BILD-Chefs wird in mehr als 600 Kommentaren thematisiert.
Quellen-Analyse: Online-Foren vorn 
Für den meisten Zündstoff sorgt das Verhalten des Bundespräsidenten in Foren. Knapp 19.500 Mal wurde die Kredit-Affäre auf den Online-Plattformen diskutiert. Dahinter folgen Web-Blogs mit mehr als 14.400 Treffern. Bei der Analyse relevanter Einzelquellen liegen Facebook und Twitter etwa gleichauf. Das Microblog und das Social Network liefern beide jeweils um die 2.500 Treffer.
Faktenkontor: Berater für Unternehmens- und Vertriebskommunikation 
Faktenkontor ist der Berater für Unternehmens- und Vertriebskommunikation. Branchenerfahrene Experten unterstützen Unternehmen aus Finanzdienstleistung, Gesundheitswirtschaft, Beratungs- und Technologie-Unternehmen darin, ihre Zielgruppen über klassische und digitale Medien sowie im persönlichen Kontakt zu erreichen. Neben Medienberatung gehören Konzeption und Umsetzung von Kampagnen sowie Social-Media-Strategien zum Leistungsspektrum. Weltweit ist die Kundenbetreuung durch die Mitgliedschaft in der internationalen Berater-Plattform ComVort gewährleistet. Als erste Kommunikationsberatung ist das Faktenkontor zertifiziertes Mitglied des Hamburger Consulting Club e.V. (HCC).
Weitere Informationen finden Sie unter www.faktenkontor.de. 

Montag, 9. Januar 2012

Hähnchenfleisch in Supermärkten mit antibiotikaresistenten Krankheitskeimen belastet

Bild: Wikipedia GULLI.ver
Da dachte man, dass Hähnenfleich gesünder ist, als etwa das mit dem BSE-Risiko behaftete Rindfleich oder das sowieso nicht so gut angesehene Schweinefleisch und dann so eine Meldung.

"Hähnchenfleisch aus deutschen Supermärkten und Discountern ist zu großen Teilen mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Auf zehn von 20 in Berlin, Hamburg, Köln, Nürnberg und in der Region um Stuttgart gekauften Fleischproben hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ESBL-Keime gefunden, zwei Proben waren mit MRSA-Keimen belastet."
Das meldete BUND über OTS.
Aber mal ehrlich, überrascht uns das wirklich? Ahnten wir nicht schon immer, dass eine Massenhaltung von Tieren nicht ohne negative Auswirkungen auf die Qualität des Fleisches bleiben kann? Aber wie kommen die Keime auf das Tier? Hier klärt uns BUND auf.

"Die Keime entstehen, weil in der industriellen Tierhaltung systematisch große Mengen Antibiotika eingesetzt werden. ESBL-produzierende Darmkeime (Extended Spectrum Beta-Lactamase) und MRSA-Keime (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus) können bei anfälligen Menschen zu schweren Erkrankungen bis hin zu Todesfällen führen. Antibiotikaresistenzen sind deshalb so gefährlich, weil in der Humanmedizin verabreichte Antibiotika ohne Wirkung bleiben können."
Laut BUND waren drei Proben des Hähnchenlieferanten "Wiesenhof", gekauft bei Edeka in Berlin, Netto in Köln und Lidl in der Stuttgarter Region ESBL-belastet. Drei Proben des Lieferanten "Sprehe" wiesen ebenfalls ESBL-Keime auf, gekauft wurden sie bei Rewe in Köln bzw. bei Edeka in Nürnberg. Eine weitere Hähnchenfleischprobe von "Sprehe", gekauft bei Rewe in Hamburg, enthielt MRSA-Keime. Vier Proben von "Stolle", zwei davon gekauft bei Penny in Berlin und zwei bei Netto in Hamburg wiesen ESBL-Keime auf, eine der bei Netto in Hamburg gekauften Proben enthielt außerdem MRSA-Keime.
Dazu passt eine Dokumentation, die heute um 20 Uhr in der ARD läuft. Der Lidl Check stellt die (Billig)-Produkte des Billig-Anbieters auf den Prüfstand. Ob ich ab Morgen eher bei Rewe oder Aldi kaufen werde?

Samstag, 7. Januar 2012

Hurra, DSDS geht wieder los - wer will das sehen?

Endlich gibt es wieder etwas, über das man sich aufregen kann und das absolut nichts mit unserem Bundespräsidenten zu tun hat. DSDS ist zurück. Während ich diesen Zeilen schreibe, startet die gefühlte hundertste Auflage des Gesangswettbewerbs. Inzwischen werden wir von Castingshows ja überrannt. Voice of Germany, Supertalent, Popstars... etwas durcheinander kommt man da schon. Aber egal, jetzt kommt das Original und... warten wir mal ab.
Wer wird denn der neue DSDS Superstar? Wen interessiert es, denn fast sicher ist, dass er nach einem Nr. 1 Hit wieder in der Versenkung verschwinden wird. Oder kann sich einer hier noch an Tobias Regner oder Daniel Schumacher erinnern. Aber trotzdem schauen wir uns diesen Quark wieder an, denn mit DSDS ist es so, wie mit der Bildzeitung. Alle kennen den Inhalt, aber keiner kauft sie.
Viele Spaß!

Freitag, 6. Januar 2012

Hoffentlich zum letzten Mal das Thema Wulff

Wer derzeit einen Blick in die deutsche Presselandschaft wirft, der findet vor allem drei Themen. Spitzenreiter im Presseranking ist immer noch, dank einer sehr unglücklichen Krisen-PR, der noch Bundespräsident. Mit gehörigem Abstand folgt dann der Orkan Andrea. Dicht auf ist der Niedergang der FDP, der nun im Bruch der Jamaika-Koalition einen weiteren Höhe... ähhh Tiefpunkt findet.
Wenden wir uns heute also noch mal dem Thema Wulff zu.
Erste Stimmen finden sich, die für den Präsidenten noch eine Chance fordern. Immer öfter wird davon gesprochen, dass Wulff von der Bildzeitung fertig gemacht werden soll. Somit hat das Interview des Präsidenten mit ARD und ZDF, in dem er offenbar genau diesen Eindruck vermitteln wollte, durchaus Erfolg gehabt. Doch hier geht es nicht darum, dass die Presse, allen voran die Bildzeitung, einen Präsidenten fertig machen will. Es geht darum, dass die Presse die Unwahrheiten in seinen Aussagen aufdeckt und genau dies ist die Aufgabe der Presse. Sie soll die Politik kontrollieren und auf Missstände aufmerksam machen. Damit das gelingen kann, gibt es im Grundgesetz den Artikel 5. Jeder Versuch, einen Berichterstattung mit Drohungen zu verhindern, ist also ein Angriff auf unser Grundgesetz.
Über nichts anderes wird der Bundespräsident stolpern. Kaum einen kümmern heute noch seine Kreditkonditionen und woher er das Geld nun wirklich erhalten hat. Durch sein Schweigen an falscher Stelle setzt er sich dem Verdacht aus, er habe versucht, an einem Grundpfeiler unser Demokratie zu rütteln, indem er einen Pressebericht mit Drohungen verhindern wollte.
Das ist eines Präsidenten unwürdig.

Donnerstag, 5. Januar 2012

Vorerst gescheitert...

ist Christian Wulff mit seinen Ansichten darüber, was ein Bundespräsident darf oder nicht darf. Ja, normale Menschen dürfen sich natürlich von Freunden in den Urlaub einladen lassen, ein Bundespräsident muss hier andere Maßstäbe an sein Handeln stellen, denn er ist in einer anderen Position. Leider hat Herr Wulff das nicht verstanden.
Gestern wäre die Chance gewesen, mit einem Rücktritt mehr Schaden für ihn und das Amt des Bundespräsidenten zu verhindern. Die Chance hat er verstreichen lassen.
Horst Köhlers Rücktritt war überflüssig, der von Margot Käßmann war beachtenswert konsequent.
Der Rücktritt von Christian Wulff ist überfällig.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Und die letzte Erkenntnis...

des vergangenen Jahres war, dass man zwar 25 Jahre in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft tätig sein kann, dann aber doch bei seiner Hochzeit feststellen muss, dass beim Verlassen der Kirche das DRK dort steht und einen beglückwünscht. Was lernen wir daraus? Manchmal muss man seine Meinung über die Menschen, auf die man sich angeblich verlassen kann, revidieren.

Dienstag, 3. Januar 2012

Noch mehr Erkenntnisse

Natürlich brachte das Jahr noch einige weitere Erkenntnisse, von denen nicht alle unbedingt schon vorher klar waren.

So wissen wir seit 2011, dass Copy and Paste im Rahmen von wissenschaftlichen Arbeiten in unserer Gesellschaft weit verbreitet ist. Insbesondere Politiker tun dies, da sie ja ach so wenig Zeit haben, ihre Arbeiten ehrlich zu verfassen. Das kostet dann zwar das Amt, aber weitere Strafen bleiben in der Regel aus.
Wenn man kein Politiker ist, verhält es sich in der Regel anders, wie das Beispiel "Bienchens Welt" zeigt.
Das Smalltalk Forum Bienchens Welt wurde quasi Copy and Paste Täter und Opfer zugleich. Schon vor einigen Jahren war dort ein Beitrag erschienen, der große Teile aus einem Zeitungsbericht beinhaltete (hier allerdings mit Quellenangabe). Über diesen Beitrag wurde dann von den Forumsteilnehmern rege diskutiert. Das war der Zeitung auch völlig egal, wahrscheinlich freute es sie sogar, denn so kamen immerhin mehr Leser auf ihre Seite bzw. redeten übe die Zeitung. Doch die Nachrichtenagentur, die Teile des Textes verfasst hatte, fand die illegale Kopie Jahre später im Rahmen einer Suche nach solchen Kopien (um damit Geld zu verdienen möchte man annehmen) und forderte Schadensersatz.
Insgesamt waren zwar nur rund 10 Nutzer im Forum gemeldet und eigentlich hatte der Text (eine Kritik zu einem Buch über Frauenthemen) auch subjektiv gesehen gar nicht die schöpferische Höhe, um irgendwie schützenswert zu sein, doch wollte die Nachrichtenagentur (oder genauer gesagt der beauftragte Anwalt) einen dreistelligen Betrag als Schadensersatz. Da ein Rechtsstreit noch teurer geworden wäre, musste Bienchens Welt zahlen und stelle daraufhin im Herbst 2011 den Betrieb ein.
Vorerst gescheitert könnte man sagen.

Montag, 2. Januar 2012

2011 war das Jahr der Erkenntnisse

Foto: Digital Globe - Wikipedia
Das neue Jahr ist da und man blickt zurück auf die vergangenen zwölf Monate.
Was hat uns das Jahr an Erkenntnissen gebracht.
  • Viele haben erkannt, dass die Diktatur keine zukunftsorientierte Staatsform ist. Das hätte man schon vorher, spätestens nach 1945, wissen müssen. 
  • Viele haben erkannt, dass der Euro keine sichere Währung ist. Auch das war eigentlich schon vor 10 Jahren klar. 
  • Viele haben eingesehen, dass die Atomkraft keine sichere Technologie ist. Das war seit Mitte der 80er Jahre sowieso jedem vernünftigen Menschen klar.
Somit kann man feststellen, das das Jahr 2011 Erkenntnisse gebracht hat, die man sicherlich auch vorher schon hätte haben können, hätte man mal nachgedacht.
Für 2012 kann das also nur heißen: Denkt nach, dann bringt euch das Jahr vielleicht Erkenntnisse BEVOR etwas geschieht, das die Welt verändert.