Freitag, 28. Februar 2014

Welche Alternativen für WhatsApp gibt es? Kann ich jetzt wechseln?

Bis zum 20. Februar war die Welt der WhatsApp Nutzer noch völlig in Ordnung. Freunde von mir, selbst vehemente Facebook Verweigerer, nutzten das Chat-Programm für ihr Smartphone täglich und sehr ausgiebig, so wie wohl Millionen andere Nutzer. Und dann kam der Schock. Facebook, neben Google der zweite Große Datensammledienst im Netz, schluckte WhatsApp und damit wohl auch die Daten all der Nutzer, die sich Facebook bisher verweigert haben.
Schon kurz noch der Übernahmenachricht wanderte viele Nutzer ab und orientierten sich in andere Richtungen. Doch welche Programme kann man nutzen? Wer hat welchen Chat-Dienst, und welche Daten gebe ich Preis.
Für die meisten Nutzer war der Wechsel bisher eher ernüchternd. Ich persönlich habe mehrere Programme ausprobiert und nur bei Threema und Telegram Freunde gefunden, die dieses Programm auch einsetzen. Die Stiftung Warentest hat verschiedene verbreitete Apps getestet und nur Threema war für die Tester unbedenklich.
Anbei ein (durchaus etwas subjektiver) Überblick über die Chat-Programme und welches man nutzen sollte:

WhatsApp: (erstes Jahr kostenlos, danach 89 Cent / Jahr)
War schon immer unsicher und wird mit der Übernahme durch Facebook für viele wohl unnutzbar. Ältere iPhones können die neue Version nicht mehr installieren, da IOS 5 vorausgesetzt wird.

ICQ: (kostenlos)
Der Oldie unter den Chat Programmen führt inzwischen ein Nischendasein. Der Datenschutz ist unklar. Allerdings ist der Dienst quasi auf allen Plattformen verfügbar inc. PC.

Facebook-Messenger: (kostenlos)
Was eingetippt wird, landet bei Facebook. Darüber hinaus darf die App SMS lesen, ohne Wissen des Nutzers schreiben und sogar Telefonnummern wählen. Darum ist es nicht zu empfehlen.

Google-Hangouts: (kostenlos)
Es gilt das, was für den Facebook-Messenger gilt. Darum nicht nutzbar.

Telegram: (kostenlos)
Unter den kostenlosen Apps eine relativ weit verbreitete. Die Sicherheit ist laut Stiftung Warentest nicht völlig belegt. Es gibt aber auf jeden Fall deutliche Vorteile in dieser Hinsicht gegenüber WhatsApp. Empfehlenswert.

ChatON (kostenlos)
Das Chat-Programm von Samsung hat zwar eine relativ große Verbreitung, sammelt aber auch viele Daten incl. SMS. Darum muss man davon abraten.

WeChat: (kostenlos)
Will auch SMS und MMS lesen, allerdings nicht schreiben. Relativ weit verbreitet. Darum bedingt nutzbar.

Line, kik, Viber, Nimbuzz, Blackberry-Messenger, Kakao Talk, myenigma:
Sind entweder unsicher oder nicht weit verbreitet, oder beides. Darum alle nicht zu empfehlen.

Threema (1,79 bzw. 1,69 Euro einmalig je nach System)
Threema verschlüsselt die Daten und gilt nach Stiftung Warentest als sicher. Leider gibt es Threema nur für iOS und Android. Dennoch scheint es die zurzeit beste Alternative zu WhatsApp zu sein. Klare Empfehlung.

Fazit:
Wer sich nicht weiter durch WhatsApp ausspionieren lassen will, hat zurzeit zwei sinnvolle Alternativen: Das kostenlose Telegram und das 1,69 Euro teure Threema. Alle anderen Programme sind entweder nicht weit genug verbreitet oder haben ähnliche Sicherheitslücken wie WhatsApp.

Wohin wechselt ihr?

Links zum Text:
https://www.test.de/presse/pressemitteilungen/WhatsApp-Alternativen-Nur-Threema-ist-unkritisch-4674609-0/
https://threema.ch/de/
https://telegram.org/

Mittwoch, 12. Februar 2014

Neuer Internet Guide für Kinder

Habt ihr Kinder, die im Internet unterwegs sind? Angesichts der Tatsache, dass heutzutage ja fast jedes Handy einen Internetzugang hat und spätestens ab der 5 Klasse der PC zur Schule dazu gehört, dürfte quasi jeder ab etwa 10 Jahren im Netz unterwegs sein. Allen Eltern, die nicht wissen, ob das alles so sicher ist, hilft vielleicht der folgende Pressetext:

 Safer Internet Day: Internet Guide für Kids - Deutsches Kinderhilfswerk, fragFINN.de und FSM veröffentlichen überarbeitete Neuauflage

Berlin (ots) - Der Internet Guide für Kids, eine Broschüre für Kinder zum sicheren Umgang mit dem Internet, ist jetzt in einer aktualisierten Neuauflage erschienen. Die gemeinsame Publikation des Deutschen Kinderhilfswerkes, der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) und der Kindersuchmaschine fragFINN.de enthält nun auch Informationen zum Umgang mit Smartphones, Tablets und Apps. Sie kann kostenlos heruntergeladen werden unter http://www.dkhw.de/Internetguide.

Alle Informationstexte sind kindgerecht aufbereitet. Kinder finden konkrete Sicherheitstipps z.B. für Chaträume und Communities sowie ein Lexikon, das relevante Begriffe der Internetnutzung kurz und verständlich erläutert. Die Linktipps zu Kindersuchmaschinen und -portalen sowie Nachrichtenseiten und Onlinezeitschriften wurden auf den neuesten Stand gebracht.

Mit Hilfe des Internet Guides lernen Kinder, sich sicher im Netz zu bewegen. Sie erfahren mehr über Möglichkeiten und Funktionen des Internets und werden dabei über mögliche Risiken aufgeklärt. Der Guide bietet Hilfestellungen für den eigenverantwortlichen Umgang mit privaten Daten, gibt Tipps für das Erkennen von Werbung im Internet und erklärt, wie man sich vor Viren oder Spam-Mails schützen kann. "Kinder sollen das Internet selbst aktiv erforschen und damit arbeiten. Deshalb ist der Internet Guide in erster Linie für sie entworfen und nicht als Eltern- oder Lehrerbroschüre", so Kai Hanke, Referatsleiter Medien des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Anlässlich des Safer Internet Day wurden kostenfrei Exemplare an verschiedene Berliner Grundschulen verteilt. Zusätzlich veranstalteten die Partner einen Workshop an der Berliner Christburg-Grundschule, bei dem Kinder die vielen Tipps und Informationen des Internet Guides praktisch umsetzen konnten. An verschiedenen Stationen wurde z.B. das Suchen und Finden im Netz, der Umgang mit persönlichen Daten und das sichere Chatten diskutiert und ausprobiert.

"Mit dem Workshopangebot und der Verteilung unseres Internet Guides zum Safer Internet Day wollen wir Kinder mit verständlichen und praktischen Tipps zu einem entdeckenden Umgang mit dem Internet animieren und für mögliche Gefahrenaspekte sensibilisieren, ohne sie dabei zu verängstigen oder zu überfordern", meint Otto Vollmers, Geschäftsführer der FSM.

"Der Internet Guide für Kids ist eine tolle Ergänzung zur Kindersuchmaschine fragFINN.de. Kinder können sich mit der Broschüre unterhaltsam Wissen rund um das Internet aneignen und werden damit optimal auf das Entdecken der vielen Möglichkeiten im Netz vorbereitet", ergänzt Isabell Rausch-Jarolimek, Geschäftsführerin des fragFINN e.V.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Apps: Was sollen sie tun und was machen sie wirklich? TÜV Rheinland-Prüfverfahren entlarvt Datenschutzlöcher bei Apps

Köln (ots) - Viele Apps haben einen funktionalen Wert: Sie lotsen Wegsuchende durch den Großstadtdschungel, liefern Zeitpläne für Bus und Bahn oder sie dienen einfach nur zum Spiel und Zeitvertrieb. Der Nutzen für den Anwender liegt auf der Hand: bessere Orientierung, Zeitersparnis und Spaß. Aber bei vielen Apps läuft viel mehr - nicht auf dem Display, sondern im Hintergrund.
Datenschutz: zahlreiche Apps bedenklich
Etwa 40 Prozent aller Apps lesen Daten von Smartphones und Tablets aus und übermitteln diese an unterschiedliche Server und Empfänger weltweit. In den meisten Fällen weiß der Nutzer nichts davon und hat dafür auch keine bewusste Einwilligung gegeben. So übermittelt die Angry Birds App, die von TÜV Rheinland geprüft wurde, diverse Daten an unterschiedliche Server - ohne Wissen und angemessene Zustimmung des Nutzers. Darunter sind unter anderem die MAC-Adresse (Media-Access-Control) des Netzwerkadapters, die dynamische IP Adresse und der Status des Mikrofons. Da eine MAC-Adresse eindeutig ist, lässt sich mit diesen Daten das Smartphone identifizieren. Die von Angry Birds übersandte IP-Adresse ist bildlich vergleichbar mit der postalischen Anschrift einer Person. Mit dieser Information kann so das gewünschte Smartphone gezielt erreicht werden. Zwar ist die Adresse dynamisch, kann aber über die App Angry Birds aktualisiert übermittelt werden. "Das sind alles Informationen und Funktionen, die für das eigentliche Spiel überhaupt keine Rolle spielen. Das heißt, diese App tut wesentlich mehr als sie eigentlich sollte", weiß Hans Dieter Schober, Projektleiter bei TÜV Rheinland.
Unkontrollierbarer Datentransfer
Manche Informationen sind im Einzelnen als unkritisch zu betrachten, in der Kombination sind sie hinsichtlich des Umgangs mit personenbezogenen Daten als sehr bedenklich einzustufen. Der Nutzer wird über die Datenübermittlung nicht angemessen informiert und die Daten sind für ihn nach Übersendung unkontrollierbar. Viele Nutzer haben unterschiedliche Apps im Einsatz. Entsprechend können von diesen Apps verschiedene Daten an spezielle Server geschickt werden. Werden sie dort gesammelt und sinnvoll miteinander verknüpft, lassen sich eine Vielzahl von Daten für unterschiedlichste Zwecke zusammenstellen. "Viele von diesen Daten werden für Werbezwecke eingesetzt, aber auch andere Einsatzmöglichkeiten sind denkbar. So können schlimmstenfalls auch gezielte Angriffe auf Smartphones ausgeführt werden", erklärt Hans Dieter Schober.
Seriöse Unternehmen, die sich von unseriösen App-Anbietern abgrenzen wollen, haben seit Ende letzten Jahres die Möglichkeit, ihre App von TÜV Rheinland prüfen zu lassen. Auf Basis dieses Prüfverfahrens werden die tatsächlichen Informationen analysiert, welche die App übermittelt und die Angaben des App-Anbieters geprüft.
Erfolgreich getestete Apps landen auf dem Verbraucherportal www.checkyourapp.de. Hier können sich Nutzer informieren, welche Apps ihre personenbezogenen Daten korrekt übermitteln. Das Portal steht App-Nutzern kostenfrei als Informationsquelle zur Verfügung.

Facebook-Hype trifft oft nicht auf die Bedürfnisse der Kunden

obs/Steria Mummert Consulting/ elisegourbin@hotmail.com
Gestern habe ich die Grundlagenarbeit an meinem Buch über Public Relations und Markteting für Bäderbetriebe abgeschlossen. Eines der Kapitel beschäftigt sich auch mit Social Media und wie durch Facebook und Co. Kunden erreicht werden können. Dazu passt die  repräsentativen Studie "Potenzialanalyse Customer Centricity Management" von Steria Mummert Consulting, die gestern veröffentlicht wurde.
Demnach scheint der Bedarf der Kunden an Informationen der Unternehmen offenbar auch außerhalb von Facebook sehr groß zu sein. Grüßer, als dies die Unternehmen ahnen. Müssen wir unsere Online Aktivitäten also in eine andere Richtung lenken? Mehr dazu in der folgenden Pressemeldung:

Hamburg (ots) - Social Media um jeden Preis, dieses Motto scheint in vielen Marketing- und Kommunikationsabteilungen derzeit vorzuherrschen. Das Problem hierbei ist, dass die meisten Unternehmen bei dem mit hohem Aufwand betriebenen Auf- und Ausbau ihrer Social-Media-Aktivitäten nicht ausreichend nach den Anforderungen der Kunden differenzieren. Eine Sonderrolle nimmt hierbei Facebook ein: Das größte soziale Netzwerk wird für Kundenbedürfnisse wie Beratung und Service vor allem im Vergleich zu Foren und Blogs weit überschätzt. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Studie "Potenzialanalyse Customer Centricity Management" von Steria Mummert Consulting.

Bei der Informationssuche nimmt Facebook eine wichtige Rolle ein: 62 Prozent der Kunden würden sich gerne auf dem sozialen Netzwerk über Produkte und Dienstleistungen informieren. Bei der Kundenberatung holen andere Social-Media-Kanäle - vor allem Foren (49 Prozent), unternehmenseigene Kunden-Communities und Blogs (je 32 Prozent) - auf. Unternehmen bieten Beratungsleistungen allerdings überwiegend (87 Prozent) auf Facebook und nur zu einem sehr geringen Teil in Foren (9 Prozent) an. "Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass Unternehmen hier die falschen Prioritäten setzen", erklärt Elmar Stenzel, Studienleiter und Leiter des Bereichs Customer Relationship Management bei Steria Mummert Consulting. "Sie sollten ihre Aktivitäten zur Kundenberatung von Facebook und Twitter hin zu Blogs und Foren verlagern."

Ein ähnlich unausgewogenes Bild zeigt sich bei der Nutzung des Kundenservices und beim Beschwerdemanagement: Kunden nehmen Serviceleistungen nur zu einem sehr geringen Prozentsatz (4 Prozent) über Social Media in Anspruch. Das Angebot ist mit 22 Prozent wesentlich größer. Beschwerden möchten sie allerding zu 17 Prozent über das Social Web loswerden. Diese Möglichkeit bieten nur 5 Prozent der Unternehmen an. "Unsere Studie zeigt eindeutig, dass Unternehmen ihre Social-Media-Aktivitäten zum Beschwerdemanagement ausbauen und beim Kundenservice, der über diese Kanäle kaum wahrgenommen wird, reduzieren sollten", so Elmar Stenzel. "Den Unternehmen stellt sich die Aufgabe, sich intensiver mit den Bedürfnissen und Erwartungen ihrer Kunden auseinanderzusetzen und sie gezielt über die passenden Social-Media-Kanäle zu adressieren. Nur dann zahlt sich der Aufwand aus."

Hintergrundinformationen:

Für die Studie "Potenzialanalyse Customer Centricity Management" wurden vom 23. September bis zum 1. Oktober 2013 125 Fach- und Führungskräften großer und mittelständischer Unternehmen ab 100 Mitarbeiter aus den Bereichen Vorstand, Geschäftsführung, Vertrieb, Verkauf, Kundenberatung, Kundenkommunikation und Marketing befragt. Die Online-Befragung wurde in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt. Zudem wurden vom 8. bis 26. September 2013 auch die Endkunden zu ihren Wünschen befragt. An der Befragung nahmen 1.000 Deutsche ab 18 Jahren teil. Die Daten sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.